Mittwoch, 30. November 2011

Ein Produkt verschwindet vom Anbietermarkt.

Marketing interessiert mich ja schon seit einiger Zeit. Heute hatte ich eine Art Schlüsselerlebnis - spannend und ärgerlich zugleich.
Spannend aus der Anbieterperspektive, in die ich mich hineinzusetzen versuchte.
Ärgerlich aus der "Abnehmerperspektive", schließlich bin ich ja treuer Kunde dieser Marke*.

Initialzündung war mein Post auf der Facebook-Seite der Marke. Ich hatte nachgefragt, warum das Produkt nicht mehr ausliegt. Da ich aus meiner kleinen, dreijährigen Einzelhandelszeit weiß, dass auch mal Lieferengpässe, Lagerprobleme & Co die Ursache sein können.
Vulgo: Die Hoffnung, dass das Produkt nicht aus dem Sortiment genommen wurde, war noch vorhanden ;-)
Leider wurde ich schnell (großes Lob für die Facebook-Fraktion auf Markenseite!) enttäuscht.
Der Artikel wurde aus dem kompletten Sortiment genommen. :-(
Wie blöd!

Aber was mögen die Gründe sein? Das frage ich mich immer noch und zu gerne hätte ich eine Antwort, hehe.
- Klar: Der Artikel hat nicht mehr (genug) Gewinn eingebracht.
Aber das ist ja nur die finanzielle Metaebene. Und eine Vermutung meinerseits. Ich stecke ja nicht drin im Unternehmen.

Was mögen jedoch noch andere, ausschlaggebene K.O.-Kriterien gewesen sein?
Meine weiteren Vermutungen:
1- Der Artikel ist schon zu lange im Sortiment und musste neuen Produkten weichen (denkbar, da der Artikel zu Jahresbeginn aus dem Sortiment genommen wurde)

2- Die Größe/der Aufbau des Waren-Displays ist fest vorgegeben (siehe 1)

3- Aus "alt" mach "neu" - Neukonzeption/Ausrichtung des Schwerpunktes bzgl Display

Ich habe dann, nachdem ich den Verlust verkraftet hatte, mich bei der Konkurrenz umgeschaut.
Kein auch nur ansatzweise vergleichbares Produkt auffindbar!
Das heißt für mich, dass mein heiß geliebter Artikel (Rest in peace!) ein Nischenprodukt war.
Also grundsätzlich gut aus Marketingsicht. Die Marke erlangte außerdem eine recht große Bekanntheit, sodass sich das Sortiment zunehmend vergrößert und die Preise mittlerweile sehr human sind.Und das alles ohne große Web-, TV-, oder Printkampagnen. Product Placement gab es auch nicht :-D
Keine "Discountpreise", Preis-Leistungs-Verhältnis optimal aus meiner Sicht!
Umso erstaunlicher, dass es wohl zu wenig Käufer gab. Mein heißgeliebter **** ist wohl ein Nischenprodukt geblieben. Sehr schade!

Aber Motivation mal wieder meine Bücher über Käuferverhalten rauszuholen! :-)

In diesem Sinne...

Motivierende Grüße an alle Leser.

Solveig


( *In diesem Falle mag ich Neutralität und nenne im wahrsten Sinne des Wortes keine Namen )

Mittwoch, 2. November 2011

Color-Management im Web

Ein tolles Tool, welches mir heute empfohlen wurde.

Einfach auf den Titel klicken...
Links in der Navigation finden sich dann weitere Links, z.B. zum Color Creator.

Oder aber ihr setzt den auf Flash basierenden "Klassiker" von Adobe ein.

--> Klick

Dienstag, 25. Oktober 2011

4.Nacht des Wissens in Hamburg

Für alle Nachtschwärmer in der Hansestadt... - Kostenfrei!
Und die Themenbereiche sind fast unbegrenzt.

Diesen Samstag, 29.Oktober, von 17-24 Uhr!

Mich wird man hauptsächlich hier antreffen.

In solch' Momenten bin ich einfach froh in Hamburg zu wohnen.
Diese Stadt trägt ihren Teilzeittitel "Medienstadt" definitiv zu Recht!

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Euphemismen aus dem Alltag I

Heute geht es um die allseits beliebte und omnipräsente Floskel "Habe ich keine Zeit für".
Meistens dient dieser Ausspruch doch der Rechtfertigung - vor anderen und vor allem vor einem selber.

Warum?
Das ist genau die Frage, die wahlweise vor oder nach "Habe ich keine Zeit für" platziert werden kann.

Situation 1 - Teil eines Dialogs

Frage: Warum machst du nicht XYZ?

Antwort: Da habe ich keine Zeit für.

Seien wir doch mal ehrlich... in mindestens 90% aller Fälle ist das nur eine Plattitüde, die den wahren Grund dafür, warum eine bestimmte Tätigkeit nicht ausgeführt wird, nur verschleiern soll.
Die Wahrheit ist meist tiefergehend und muss dem Gesprächspartner zunächst ja nicht mitgeteilt werden. Die Wahrheit ist emotional, sie ist ein Teil von uns.
Wenn wir den wahren Grund preis geben, geben wir einen Teil unserer Psyche preis.
Kurz: Wir machen uns angreifbar.
Klingt dramatisch, ist aber so.

Außerdem geben wir mit dem erwähnten Ausspruch ja schon damit aus, dass er als Antwort bzw. Grund genügt. Wir erwarten somit keine weiteren Nachfragen in diese Richtung und fühlen uns sicher.
Allerdings kann der oben angerissene Dialog auch anders verlaufen, die Ausgangssituation und Ausgang DER Situation bzw. des Dialoges ist immer individuell.
So wie der Mensch und wohl nahezu jeder Charakter individuell ist. ;-)

In meinen Augen hängt der weitere Verlauf solch eines Dialogs von der Beziehung beider Gesprächspartner ab. Je enger die Beziehung oder Bindung, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass Nachfragen kommen.
Sprich: Die Frage "Warum?" keimt in so einem Fall (enge Beziehung) erneut auf, nachdem  der Ausspruch "Habe ich keine Zeit für" als Grund nur vorgeschoben wurde.,
Während Bekannte ( = oberflächliche Kommunikation) dies verkennen, erkennen uns nahestehende Menschen doch recht schnell, dass diese Plattitüde nur ein Ausweichmanöver und nicht die Wurzel allen Übels ist.
Das ist nur logisch, denn in diesem Fall existiert ja eine Vertrauensbasis.
"Man kennt sich."
An dieser Stelle sei eingeschoben, dass diese Frage danach, was wirklich los ist, natürlich auch mit Interesse einhergehen muss.
Enge Beziehung ist nicht gleichzusetzen mit tiefergehenden (Nach)Fragen. Ein Mensch, der uns nahe steht, darf ja auch mal desinteressiert sein. ;-)

Lange Rede, kurzer Sinn.
Ich bin immer wieder fasziniert, welche alltäglichen Situationen sich mit der Psyche des Menschen erklären lassen.
Wenn wir in so einer Situation nur mal in uns hineinhorchen, sollten wir uns selber fragen, was der wahre Grund ist.
Meistens ist die Sachlage ja eher unangenehm. ("Ich mache keinen Sport, da habe ich gar keine Zeit für.")
Ehrlich wäre: Ich NEHME mir nicht die ZEIT, Sport zu treiben...

Und da kommt wieder der liebe innere Schweinehund ins Spiel, den ein jeder von uns in sich trägt.

Wie dieser sich überwinden, unterdrücken, bekämpfen und vielleicht sogar beseitigen lässt?
Dazu bald mehr. Je nach dem, wie viel Zeit ich hab. Ha! Erwischt! ;-)

Dienstag, 6. September 2011

"Ich wollte doch nur zwei Liter Milch kaufen."

Wer kennt das nicht?

Man(n) oder Frau will "nur noch schnell das Nötigste" einkaufen - sei es im Drogerie- oder Supermarkt.
Schon im Entrée des jeweiligen Marktes wird dem Kunden nahegelegt doch mehr zu kaufen, als eigentlich benötigt.
Diese - ich nenne sie mal "das Kaufverhalten beeinflussende Faktoren" sind Sachgegenstände wie Tragekorb oder gar Einkaufswagen.
In vielen Märkten wird sogar schon eine Zwischenform angeboten, eine Art "Hackenporsche". Ähnlich wie ein Tragekorb, jedoch im Hochformat mit einfahrbarem Griff (die Funktionalität erinnert mich an Reisekoffer) und Rollen.

Entscheide ich mich als Kunde nun also für einen Einkaufskorb, habe ich mich innerlich schon darauf eingestellt, mehr zu kaufen.
Man darf hierbei auch nicht unterschätzen, wie viele Artikel in so einen Tragekorb passen! Da lässt sich ordentlich stapeln, bauen oder auch Tetris spielen.

Im Prinzip ist der Vorgang ganz simpel. Ich greife auf eine Einkaufshilfe zurück und will sie maximal ausnutzen, ergo so viele Artikel wie möglich zur Kasse befördern.

Die Aufsteller, Sonderaktionen, scheinbare Preisreduktionen (dazu wird es in Kürze einen separaten Artikel geben) tun dann nur ihr Übriges...

Sonntag, 28. August 2011

Theresa - August 2011

Der Blick von hinten nach vorne
Woran wir nur denken,
wenn wir unsere Blicke in die Ferne lenken.

Denken.
Heißt das Gedanken zu versenken?

Denken.
Heißt das nur bestimmten Dingen Aufmerksamkeit zu schenken?

Denken.
Davon lasse ich mich doch nicht ablenken.

Du denkst, indem du Gefühle versenkst
sie in schiefe Bahnen lenkst.


Deine Gedanken geben mir zu Bedenken.



Foto: August 2011
Der nebenstehende Text kam mir eines Nachts im Oktober 2011 in den Sinn.

thoughts.

Ich versuche mich gerade zu entsinnen
genauergesagt bin ich gewillt
mir mannigfaltige Gedanken in den Sinn zu rufen.
Wo sie nur stecken,
was sie wieder mal aushecken
die Gedanken.

Montag, 15. August 2011

"Wolle Rose kauffe?"





Blumen als Geschenk?
Wie oft habe ich mich schon gefragt, warum sich Blumen(sträuße) als Geschenk so etabliert haben?
Ich kann die Momente nicht zählen, aber ich versuche mal zu ergründen, warum sich diese 'Geschenkart' einer derartigen Beliebtheit erfreut.


Nicht nur am Valentins- oder Muttertag blühen die Geschäfte mit bunten Blüten.
Auch scheint es üblich jemandem Blumen mitzubringen.
So ein Strauß ist natürlich schön anzuschauen,      die Ästhetik bzw. Optik spielt hierbei die größte Rolle. Allerdings geht mit einem Blumenstrauß auch der Vanitas-Gedanke einher. Blumen welken und sind somit vergänglich. Ergo ist dieses Geschenk bzw. die Freude über solches nur von kurzer Dauer. Warum also einen Schein hinblättern für etwas, was nicht lange anhält? Sind längerfristige, 'dauerhafte' Geschenke nicht viel nützlicher für den Begünstigten? Ich finde eigens hergestellte Geschenke immer noch am schönsten - aufgrund der persönlichen Note. Sei es etwas Gebasteltes, Geklebtes, Gemaltes oder wie auch immer. Kaufen kannst du alles, selber machen nicht!


Also - her mit dem Einfallsreichtum! Werdet kreativ und kreiert persönliche Geschenke, keine Konsumartikel von der Stange!!