Dienstag, 6. September 2011

"Ich wollte doch nur zwei Liter Milch kaufen."

Wer kennt das nicht?

Man(n) oder Frau will "nur noch schnell das Nötigste" einkaufen - sei es im Drogerie- oder Supermarkt.
Schon im Entrée des jeweiligen Marktes wird dem Kunden nahegelegt doch mehr zu kaufen, als eigentlich benötigt.
Diese - ich nenne sie mal "das Kaufverhalten beeinflussende Faktoren" sind Sachgegenstände wie Tragekorb oder gar Einkaufswagen.
In vielen Märkten wird sogar schon eine Zwischenform angeboten, eine Art "Hackenporsche". Ähnlich wie ein Tragekorb, jedoch im Hochformat mit einfahrbarem Griff (die Funktionalität erinnert mich an Reisekoffer) und Rollen.

Entscheide ich mich als Kunde nun also für einen Einkaufskorb, habe ich mich innerlich schon darauf eingestellt, mehr zu kaufen.
Man darf hierbei auch nicht unterschätzen, wie viele Artikel in so einen Tragekorb passen! Da lässt sich ordentlich stapeln, bauen oder auch Tetris spielen.

Im Prinzip ist der Vorgang ganz simpel. Ich greife auf eine Einkaufshilfe zurück und will sie maximal ausnutzen, ergo so viele Artikel wie möglich zur Kasse befördern.

Die Aufsteller, Sonderaktionen, scheinbare Preisreduktionen (dazu wird es in Kürze einen separaten Artikel geben) tun dann nur ihr Übriges...

2 Kommentare:

Brpft Mrzpl hat gesagt…

Ist Ihnen im Zuge dessen einmal aufgefallen, dass man selten Supermärkte findet, in denen man vom Eingang direkt zur Kasse kommt? In meinem Stammdiscounter muss man sich einmal durch die komplette labyrinthartige Verkaufsfläche kämpfen, bis man an der Kasse ist. Seitdem ich mir der Bewandnis dessen bewusst geworden bin, lasse ich mich viel seltener zu Spontankäufen verleiten.

Solveig hat gesagt…

Ja, stimmt.
Der Kunde im Supermarkt wird regelrecht dazu gezwungen sich
a) länger als nötig dort aufzuhalten, was womöglich zu
b) führt
-> dass er mehr kauft als geplant.

Fatal für's eigene Konto, jedoch umsatzfördernd.

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